Den letzten Blog-Beitrag habe ich vor exakt 96 Tagen oder drei Monaten und vier Tagen geschrieben… erschreckend, wenn ich bedenke, dass ich das Blog hier doch wirklich regelmäßig befüllen wollte.

Was soll ich sagen? Prioritäten ändern sich.

Der Junior & die Arbeit bestimmen das Leben

Die Erkenntnis ist nicht neu. Die hatte ich auch schon beim zehn Wochen Baby-Review. Aber sie ist genau so aktuell wie vor gut drei Monaten.

Prio 1, wenn ich zuhause bin: Zeit mit Junior verbringen, dabei helfen, den Haushalt in Schuss zuhalten und Mama auch mal etwas Baby freie Zeit zu verschaffen oder zu dritt Dinge unternehmen.

Prio 2: Gibt es quasi nicht, da Junior der Meinung ist, elf Stunden Schlaf seien für ein Baby mit fünf Monaten bei weitem genug. Die Meinung hat er zwar exklusiv, aber auf eine Diskussion lässt er sich nicht ein.

Dazu dann noch die Arbeit und die Woche ist verplant. Für das Bloggen hatte ich dann abends in letzter Zeit wenig Lust. Mal schauen, wie lange meine jetzige Motivation anhält.

Die Beziehung steht weiterhin auf der Probe

Klingt schlimmer als es ist, aber es ist nach wie vor so, dass Junior quasi ein Katalysator für Situationen ist, in denen es knirscht… und ich wunder mich immer wieder über mich selbst, wie ich von so richtigem Kleinscheiß so derbe genervt sein kann, dass ich der Mama gerne ins Gesicht springen würde. Auch wenn die Situation zum zehnten Mal passiert ist. Hier wieder ein paar Beispiele:

Die Mama tritt immer auf die Bremse des Kinderwagens – vermutlich schon irgendwie sinnvoll. Ich mache das hingegen nur, wenn der Wagen nach kurzem Test wirklich wegzurollen droht. Ergo: Ich versuche jedes Mal einen Kinderwagen weiter zu schieben, bei dem die Bremse festgestellt ist…

Wenn es nach mir ginge, würden die für einen Spaziergang wichtigen Dinge schlicht und einfach im Kinderwagen selbst liegen, damit man schnell daran kommt. Draußen angekommen brauche ich nur einmal durch die Gegend schauen und schwupps sind alle Sachen in den Rucksack gewandert, damit “wir wissen, wo alles ist” …

Das bringt mit sich, dass recht häufig etwas aus dem Rucksack gesucht werden muss. Jede dieser Situationen nutze ich (anscheinend) für ein nett gemeintes “was suchst du?”. Kommt bei der Mama nebenbei gesagt auch nur sehr begrenzt gut an…

Und dann nachts: Meckerndes Baby (wo bei mir die Zeit eh still zu stehen scheint) auf meinem Arm, das vermeintlich Hunger hat. Und bevor es ans füttern geht, faltet Mama erstmal in aller Ruhe das Spucktuch neu und dreht das Handtuch neu ein …

Klingt alles banal? Stimmt. Ist es. Aber für mich in der Situation selbst nicht.

Das Gute daran ist: Ich weiß mittlerweile selbst, dass ich wegen Nichtigkeiten genervt bin und kann besser damit umgehen. Und ich kann Anderen wiederum viel besser eingestehen, dass man wegen Kleinkram unbegründet genervt reagieren kann.

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