Beim morgendlichen lesen durchs Handy bin ich unter der Woche auf den deutschen Erdüberlastungstag gestoßen – dieses Jahr das erste Mal wirklich bewusst, da ich kurz vorher erst darüber geschrieben habe, was unser Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz ist.

Deutscher Erdüberlastungstag?

Der deutsche Erdüberlastungstag markiert den Zeitpunkt im Jahr, an dem weltweit das jährliche Budget an nachhaltig nutzbaren Ressourcen und ökologisch verkraftbaren Emissionen aufgebraucht wäre, wenn die gesamte Weltbevölkerung auf so großem Fuß wie die Menschen in Deutschland leben würde. 

Germanwatch

Menschen in Deutschland, zu denen gehöre ich auch und wollte es ein bisschen genauer wissen. Also habe ich den CO2-Fußabdruck-Rechner vom WWF ausprobiert und einige spannende Dinge festgestellt.

Was den CO2-Fußabdruck alles so mitbestimmt …

Bei den 35 Fragen im Rechner sind doch so einige dabei gewesen, an die ich im ersten Moment nie gedacht hätte. Und die damit zusammenhängenden Ergebnisse tragen doch deutlich zu meinem CO2-Fußabdruck bei. Hier eine kleine Auswahl.

Ausgaben für Kleidung

Zum Beispiel die Frage wieviel Geld ich monatlich durchschnittlich für Kleidung ausgebe.

CO2-Fußabdruck – Kleidung & Schuhe

Ich bin definitiv niemand, der gerne einkaufen geht. Und entsprechend selten tue ich es auch. Meistens bestelle oder kaufe ich Sachen dann auch noch im Sale. Wenn ich aber mal ehrlich zusammenrechne, auf welche Ausgaben ich nichtsdestotrotz komme, nämlich ca. 150,- Euro im Monat, macht das 0.65 Tonnen CO2 pro Jahr aus.

Wobei sich mir generell die Frage stellt, inwieweit dabei Menge an gekauften Sachen mit dem Preis der Sachen in Zusammenhang steht. Viele billige Sachen sind schlimmer als wenig teure(re) – keine Luxusmarken – Sachen? Vermutlich. Aber egal: Das Kaufverhalten bei Kleidung spielt beim Thema Klimaschutz eine größere Rolle, als ich dachte.

Ausgaben für Kultur und Freizeit

Gilt ebenso für Ausgaben für “Kultur und Freizeit”:

CO2-Fußabdruck – Kultur und Freizeit

Auch hier gebe ich kaum Geld aus. Ab und an gehen wir mal ins Kino. Ich besitze zwar eine PlayStation 4, aber das war es auch schon. Und trotzdem kommen damit 0.18 Tonnen CO2 zustande.

Ausgaben für auswärtiges Essen oder auswärtige Übernachtungen

Passiert ebenfalls nicht häufig, aber auch das sorgt mal eben für schlappe 0.45 Tonnen CO2 pro Jahr.

CO2-Fußabdruck – auswärts Essen & übernachten

Öffentliche Dienstleistungen

Öffentliche Dienstleistungen stehen jedem zur Verfügung, müssen natürlich entsprechend betrieben werden und sorgen entsprechend für einen ziemlichen CO2-Ausstoß.

CO2-Fußabdruck – öffentliche Dienstleistungen

Nie darüber nachgedacht, aber macht letztendlich total viel Sinn.

Mein CO2-Fußabdruck – (eigentlich) gar nicht so schlecht

Bei den meisten Fragen schneide ich gar nicht so schlecht ab. Eine Freundin sagte zudem zu unseren Bemühungen für den Klimaschutz “ihr macht schon echt viel”. Es ist natürlich bei vielen Themen Luft nach oben. Wir arbeiten ja dran.

Das Ergebnis war trotzdem ernüchternd:

Mein persönlicher CO2-Fußabdruck

13.83 Tonnen CO2. Damit mehr als der durchschnittliche Deutsche. Und wenn alle Menschen so leben würden, bräuchte es 3.35 Planeten.

Ein Thema hat meinen persönlichen Fußabdruck letztendlich total verhagelt. Nämlich unsere Reise nach Neuseeland bzw. die blöde Tatsache, dass man da halt nicht wirklich ums Fliegen herumkommt…

CO2-Fußabdruck optimieren

Auch wenn es mir echt schwerfällt, es mir einzugestehen: Die ganzen Anstrengungen helfen nichts, wenn man mit einer Aktion – so super der Urlaub auch war – alles zu Nichte macht. Egal, wie auch immer ich versuche es mir schönzureden.*

Da werde ich definitiv noch dran zu knabbern haben.

PS. Wir wollen definitiv irgendwann nochmal nach Neuseeland – hoffentlich gibt es bis dahin Elektroflugzeuge oder so. Obwohl bei denen bestimmt auch wieder die Akkus diverse Probleme mit sich bringen. Es ist verzwickt.

* U. a. zweifele ich an der Aussagekraft des WWF-Rechners, weil beim Fliegen auf einmal ein Zeitraum von fünf Jahren eine Rolle spielt – das kann ja gar nicht richtig sein …

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